ArbeitsSicherheit & Gefahrgut

Brandschutzbeauftragter

Rechtsgrundlage

  • § 26 Musterverkaufsstätten-Verordnung (MVkVO) vom September 1995;
  • § 3 Abs. 1, § 10 und 13 Abs. 2 Arbeitsschutzgesetz vom 07. 08.1996 (BGBl. I S. 1246 (3. Muster-Richtlinie über den baulichen Brandschutz im Industriebau (Muster-Industriebaurichtlinie - M IndBauRL) von März 2000, insb. Nr. 5.12.3
  • Arbeitssicherheit durch vorbeugenden Brandschutz – BGI 560 (ehemals ZH 1/112) Kap. 5.1 Brandschutzbeauftragter;
  • Art. 8 der Richtlinie des Rates vom 12.06.1989 Nr. 89/391/EWG über die Durchführung von Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit und des Gesundheitsschutzes der Arbeitnehmer bei der Arbeit;
  • Leitlinien für Brandschutzbeauftragte

Bestellung

  • Nach MVkVO Verkaufsstätten mit einer Fläche von mehr als 2000m2
  • Nach M IndBauRL der Betreiber eines in der RL bestimmten Industriebaus mit einer Summe der Geschossflächen von insgesamt mehr als 5000 m2
  • Die Berufsgenossenschaften empfehlen die Bestellung eines Brandschutzbeauftragten zur Wahrnehmung der vielfältigen Aufgaben des vorbeugenden Brandschutzes besonders bei Betrieben mit einer höheren potentiellen Gefährdung.

Qualifikation

Brandschutzbeauftragte sollten nur Personen sein, die eine mehrjährige Erfahrung im Vorbeugenden Brandschutz haben oder eine ausreichende Ausbildung darin nachweisen können z.B. Brandinspektoren, Sicherheitsfachkräfte mit Zusatzausbildung zum Brandschutzbeauftragten, Mitglieder einer Feuerwehr mit Zusatzqualifikationen, etc.

Aufgaben

  • Unterstützung und Beratung des Unternehmers in Fragen des Brandschutzes;
  • Gestaltung von Arbeitsverfahren und Einsatz von Arbeitsstoffen;
  • Ermitteln von Brand- und Explosionsgefahren;
  • Hinwirken auf Beseitigung von brandschutztechnischen Mängeln im Betrieb;
  • Hinwirken auf die Instandhaltung von Brandschutzeinrichtungen, sowie Festlegung der Ersatzmaßnahmen bei Ausfall oder Außerbetriebsetzen der Brandschutzeinrichtungen;
  • Zusammenarbeit mit der Brandschutzbehörde, dem Versicherer und der Feuerwehr.
  • Erstellen eines Brandschutzplans bzw. Brandschutzordnung und Überwachung von deren Wirksamkeit;
  • Aufstellen des Brandbekämpfungs- und des Alarmplanes;
  • Organisation von Brandschutzkontrollen im Betrieb;
  • Ausbildung von Mitarbeitern, wie z.B. Brandschutzhelfern, unterwiesenen Personen etc.;
  • Schulungen und Praxisübungen.

Rechte/Pflichten

  • Keine Weisungsbefugnis, aber bei Gefahr im Verzug unmittelbare Pflicht zum Eingreifen;
  • Pflicht, aufgrund seiner Fachkunde auf Gefahrenherde hinzuweisen;
  • Weisungsfreiheit in Fachkundeanwendung;
  • Benachteiligungsverbot.

Organisatorische Stellung

Sollte unmittelbar der Betriebsleitung unterstellt sein. Anmerkungen: Zuständige Behörde: Bauaufsichtsbehörden der Kreise und kreisfreien Städte